Fasangarten gasse: Bauarbeiten nutzen – Lebensqualität erhöhen!

Wenn es nach uns Grünen geht, sollten diese Bauarbeiten genutzt werden, um die Verkehrsorganisation und das Erscheinungsbild der Fasangartengasse zu optimieren. Diese Chance scheint jedoch aufgrund des Unwillens der Zuständigen verpasst. Lese hier unsere Ideen und Vorschläge zur Umgestaltung für eine lebenswertere Fasangartengasse.

Seit Anfang Oktober 2021 ist die Fasangartengasse im Abschnitt zwischen Lainzer Straße und Himmelbaurgasse eine Baustelle, die noch bis in den Sommer 2022 bestehen wird. Grund dafür ist die längst fällige Sanierung der über 100 Jahre alten Wasserrohre.

Bis zum Beginn der Bauarbeiten bot sich im Abschnitt zwischen Hofwiesengasse und Himmelbaurgasse folgendes Bild:

Auf der nördlichen Seite der Fasangartengasse befinden sich Schrägparkplätze zwischen den Ordnungsnummern 27 (BILLA-Filiale) und 31 sowie zwischen Nr. 33 und 41. Es folgen zwei Fahrspuren, und auf der südlichen Seite Längsparkplätze.

Für RadfahrerInnen ist die Verkehrssituation in diesem Abschnitt nicht ungefährlich: „eingeklemmt“ zwischen schräg- bzw. längsparkenden Autos und Autos die auf der Gegenfahrbahn entgegenkommen, manchmal bedrängt von Autos die überholen wollen, und zusätzlich womöglich noch die unberechenbare Situation ausparkender Schrägparker, machen Radfahren zu einem „Spießrutenlauf“.

Ein Ausweichen auf den Gehsteig wäre angesichts dessen zwar verständlich, kann aber im Sinne der Verkehrssicherheit für FußgängerInnen keine Lösung sein. 

Schrägparkende Autos, zwei Fahrspuren mit Gegenverkehr, parkende Autos am anderen Straßenrand: Kaum Platz für RadfahrerInnen (Fasangartengasse, auf Höhe von Nr. 36).

Diese Situation ist schon im westlichen Abschnitt zwischen Lainzer Straße und Hofwiesengasse, wo sich an der Südseite der Fasangartengasse (zwischen den Ordnungsnummern 4 und 18) über 30 Schrägparkplätze befinden, unbefriedigend, wird aber im Abschnitt zwischen Hofwiesengasse und Himmelbaurgasse noch dadurch verschärft, dass Linienbusse von der Hofwiesengasse kommend bzw. in diese einbiegend den Straßenraum noch enger machen.

Die LÖSUNGSVORSCHLäGe DER HIETZINGER GRÜNEN

1.)  Im inneren (also westlichen) Abschnitt der Fasangartengasse sollten an der Südseite einige der Schrägparkplätze aufgelassen und durch Begrünungsmaßnahmen einer klimagerechten Nutzung zugeführt werden.  

Dies wäre angesichts der Einführung der Parkraumbewirtschaftung, die noch während der Bauarbeiten 2022 zu erwarten ist und wohl einen Rückgang von einpendelnden Autos bringen wird, leicht möglich und auch wegen der relativen Nähe zur Trasse der Verbindungsbahn, wo leider Bäume verlorengehen werden, sinnvoll. 

Im inneren Teil der Fasangartengasse könnte der eine oder andere Schrägparkplatz durch Blumentröge oder eine andere Form der Bepflanzung ersetzt werden.

Sollte es aufgrund der fortgeschrittenen Planungen (die ja noch nicht die Parkraumbewirtschaftung berücksichtigt hatten!) nicht mehr möglich sein, an Stelle einzelner Schrägparkplätze Bäume zu pflanzen, dann wäre zumindest eine Abmarkierung und die Aufstellung von Blumentrögen oder Parklets möglich.

2.)  Im Abschnitt zwischen Hofwiesengasse und Himmelbaurgasse sollten zunächst die an der Nordseite bestehenden Schrägparkplätze in Längsparkplätze umgewandelt werden, und einzelne davon begrünt werden (so wie für die Parkplätze im westlichen Abschnitt vorgeschlagen). Bäume sind in diesem Bereich nur auf der südlichen Seite der Fasangartengasse zu finden.

Auf der rechten Seite (Blick Richtung Hofwiesengasse) würde Längs- statt Schrägparken die Verkehrssicherheit erhöhen.

Aber die Änderung der Parkordnung würde vor allem auch die Verkehrssicherheit, z.B. für RadfahrerInnen, verbessern, Gefahrensituationen entschärfen und es auch dem Öffentlichen Verkehr (Busse!) leichter machen, zumal es in diesem Abschnitt in den letzten Jahren zu sieben Unfällen mit Personenschaden gekommen ist.​

Schrägparkplätze an der nördlichen Seite der Fasangartengasse: Eine Änderung der Markierung nach Beendigung der Rohrleitungs-Bauarbeiten wäre eine kostengünstige Lösung, die durch die Parkraumbewirtschaftung (frei werdende Plätze!) erleichtert würde.

Wir Grüne haben am 29. September 2021 einen diesbezüglichen Antrag in der Hietzinger Bezirksvertretung eingebracht, der einstimmig der Kommission für Mobilität, Planung und Wirtschaft zugewiesen wurde.

Wir hoffen, dass die Vorschläge seriös geprüft werden und nicht aus ideologischen oder „Sachzwang-Gründen“ vom Tisch gewischt werden. 

Der Zeitpunkt wäre günstig, und angesichts der bestehenden Baustelle wäre eine Umgestaltung im kommenden Jahr eine kostengünstige Maßnahme, die noch dazu – wie oben argumentiert – einige Vorteile brächte.​ 

DER GRÜNE ANTRAG WURDE IN DER BEZIRKSVERTRETUNGSSITZUNG AM 15. DEZEMBER 2021 VON ÖVP, SPÖ, NEOS UND FPÖ ABGELEHNT.​ 

DASS IN DER MOBILITÄTSKOMMISSION SELBST VON EINEM ZUSTÄNDIGEN VERTRETER DER FÜR STRASSENBAU ZUSTÄNDIGEN MAGISTRATSABTEILUNG 28 GEANTWORTET WURDE, DASS DIE UMWANDLUNG DER SCHRÄG- IN LÄNGSPARKPLÄTZE UND DIE MARKIERUNG EINES RADSTREIFENS IM BEREICH DER FASANGARTENGASSE ÖSTLICH DER HOFWIESENGASSE DURCHFÜHRBAR WÄRE, BEEINDRUCKTE DIE BEIDEN GROSSPARTEIEN NICHT. OFFENBAR FEHLT ES AM POLITISCHEN WILLEN, ETWAS ZU VERÄNDERN.

Östlich der Hofwiesengasse würde eine Änderung der Verkehrsorganisation auch die Bedingungen für den Busverkehr verbessern.
Vergebene Chance für einen Umbau: Die Baustelle in der Fasangartengasse (Blick von der Hofwiesengasse nach Südosten) Ende Dezember 2021.
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