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am 28. Mai

Hietzing international – auch am 11. Oktober

Gerhard Jordan - Am 11. Oktober werden fast 6.000 in Hietzing lebende EU-BürgerInnen wahlberechtigt sein – leider nur bei der Bezirksvertretungswahl. Die Anliegen, für die wir Grünen uns in Hietzing einsetzen sind solche, die alle im Bezirk Wohnenden betreffen, unabhängig von ihrer Herkunft.

Hietzing ist allein schon durch das Schloss Schönbrunn (über 4 Millionen BesucherInnen im Jahr 2019!), das zu den Top-Sehenswürdigkeiten von Wien-TouristInnen gehört, ein international geprägter Bezirk. Doch auch während der Corona-Krise, als der Tourismus zum Erliegen kam, konnten SpaziergängerInnen im Lainzer Tiergarten viele verschiedene Sprachen vernehmen.

Rund 11% der Über-16-jährigen EinwohnerInnen Hietzings sind BürgerInnen anderer EU-Staaten. Die größten Gruppen stellen Deutsche, Ungarn und Polen (in der Hietzinger Hauptstraße befindet sich auch die Polnische Botschaft). Ihre Tätigkeiten, Berufe und Lebensweisen sind vermutlich genauso vielfältig wie jene der WienerInnen – StudentInnen, UnternehmerInnen, KünstlerInnen, im Gesundheitsbereich Arbeitende, PensionistInnen, …

Am 11. Oktober werden fast 6.000 in Hietzing lebende EU-BürgerInnen wahlberechtigt sein – leider nur bei der Bezirksvertretungswahl, weil der Gemeinderat gleichzeitig auch Landtag ist und somit (wie der Nationalrat) gesetzgebend. BürgerInnen aus Drittstaaten sind bedauerlicherweise nicht einmal auf Bezirksebene wahlberechtigt.

Die Anliegen, für die wir Grünen uns in Hietzing einsetzen sind solche, die alle im Bezirk Wohnenden betreffen, unabhängig von ihrer Herkunft.

An erster Stelle steht dabei natürlich die Bekämpfung des Klimawandels. Durch nachhaltige Mobilität – Ausbau des öffentlichen Verkehrs (bessere Intervalle), Förderung des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs, Schaffung von Begegnungszonen wie z.B. in der Altgasse, usw. – können die Treibhausgasemissionen reduziert werden, aber auch den Auswirkungen kann entgegengewirkt werden, z.B. durch Abkühlung und Beschattung von Hietzeinseln („urban heat islands“) die die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erhöhen.

Hietzing hat das Glück, der Bezirk Wiens mit dem mit Abstand höchsten Anteil an Grünflächen zu sein. Das soll so bleiben – der Erhalt und Schutz von Grünräumen ist eines unserer Hauptziele. Die Stadt Wien hat vor, noch 2020 ein „Leitbild Grünräume“ zu beschließen, das für die nächsten Jahrzehnte jene Bereiche, wo keine Siedlungsentwicklung mehr stattfinden soll, festlegt. 

Auch die Schaffung von Plätzen für ein soziales Miteinander im öffentlichen Raum ist uns Grünen ein Anliegen. Zivilgesellschaftliche Aktivitäten – von Kulturinitiativen über „Food Coops“ bis hin zu Grätzl-Vereinen – sollten mehr vernetzt und bekannt gemacht werden. Interessant wäre auch die Einrichtung eines „Service Point“ im Bezirk für EU-BürgerInnen.

Europäische Solidarität und Zusammenarbeit ist mehr denn je notwendig, das hat nicht zuletzt die Covid-19-Pandemie gezeigt. Auch lokal - auf Bezirksebene - kann diese gelebt und praktiziert werden.

Hietzinger Grüne treten für ein nachhaltiges Europa und für einen lebenswerten Bezirk ein.