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am 11. Mai

Nord-Mazedonien auf dem Weg in die EU

Lore Brandl-Berger - Im April 2019 nahm ich an einer Bildungsreise nach Nord-Mazedonien, organisiert von der Grünen Bildungswerkstatt, teil. Wir erlebten Landschaft und Kultur des Landes und führten viele Gespräche. Der baldige Beginn der Beitrittsverhandlungen wird von vielen sehnlichst erwartet.

Von den beiden Abgeordneten der Grünpartei DOM ("Demokratische Erneuerung Mazedoniens"), Liljana Popovska und Maja Morachanin, erfuhren wir, dass es in ihrem Land eine Grüne Staatssekretärin im Umweltministerium, 40 Grüne Ortsgruppen, 21 GemeinderätInnen und eine Grüne Frauenorganisation gibt. Die Grünen kämpfen für alternative Energie, umweltverträgliche Müllentsorgung, sanften Tourismus, ökologische Landwirtschaft und haben das Verbot von Zyankali und Phosphorsäure im Bergbau erreicht.
Neben ihrem Einsatz für die Umwelt haben die Grünen aber auch mit dazu beigetragen, dass ihr Land nach dem Regierungswechsel 2017 wieder zur Rechtsstaatlichkeit gefunden hat, und dass es endlich mit Griechenland (wo seit 2015 ein Grüner Vize-Umweltminister ist) zu einem Kompromiss in der Namensfrage kam. In beiden Ländern konnten Nationalisten in die Schranken gewiesen werden.

Unterstützt von der europäischen Diplomatie, konnte so in der Balkanregion ein Signal gesetzt werden, durch das die EU auch als „Friedensprojekt“ erfahrbar wurde.
Wir wünschen den nordmazedonischen Grünen viel Erfolg und ihrem Land einen baldigen EU-Beitritt!​

Die grüne Europaparlamentsabgeordnete Monika Vana mit den beiden Parlamentsabgeordneten der Grünpartei DOM Maja Morachanin (Mitte) und Liljana Popovska (rechts)
Die grüne Europaparlamentsabgeordnete Monika Vana mit den beiden Parlamentsabgeordneten der Grünpartei DOM Maja Morachanin (Mitte) und Liljana Popovska (rechts)