Bezirke
Navigation:
am 30. Juni

Frauentreff am 13.6.2019: „Frau sein - Mutter sein - Feministin sein“

Webredaktion der GRÜNEN Hietzing - Beim Frauentreff dieses Monats gingen wir folgender Frage nach: Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit Frauen selbstbestimmte, freie und unabhängige Menschen UND gesunde, präsente Mütter werden können?

Ein Manko der Emanzipationsdebatte ist es, dass der Mütterlichkeit - und damit einem wesentlichen Teil von Weiblichkeit - keine Wertschätzung und Achtung entgegengebracht wird. Dabei ist es die Mutter und ist es die Frau, die massiven psychologischen Einfluss auf den Menschen in seinen allerersten Lebensjahren übt und deren Rolle die Entwicklung eines gesunden Menschen - und als Folge einer gesunden Gesellschaft - im Fundament ermöglicht. Es braucht selbstbewusste, starke und freie Frauen, die es wissen, sich in ihrer Weiblichkeit und ihrer gesellschaftlichen Wichtigkeit als Mutter zu achten und zu schätzen. Zum Wohle ihrer selbst, zum Wohle ihrer liebesbedürftigen Kinder und zum Wohle der ganzen Gesellschaft.

Vorgelesen wurde aus folgenden Büchern: Sabine Mänken (Hg. u.a.): „Die verkaufte Mutter. 21 Erfahrungsberichte zur Freiheit der modernen Frau“ und Hans-Joachim Maaz: „Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“ (Der Psychologe und Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz analysiert aus psychotherapeutischer Sicht Phänomene wie Pegida, AfD und den wachsenden Ausländerhass und findet dabei Ursachen in den gesellschaftsüblichen Beziehungserfahrungen von Menschen in den allerersten Lebensjahren.)

Diskutiert wurde folgend die Wichtigkeit der Mutterrolle in den ersten Lebensjahren für die psychisch gesunde Entwicklung eines Menschen; eines stabilen, selbstbewussten, eigenständig denkenden und „freiheitsfähigen“ Erwachsenen, und als Folge: Die Wichtigkeit der Mutterrolle für eine gesunde Demokratie!

Es musste auch festgestellt werden, dass im Zeitalter der allgegenwärtigen Unterjochung des Lebens vor Wirtschaftlichkeit und Rationalisierung selbst die Feminismusdebatte mehr im Sinne wirtschaftlicher Interessen als im Interesse der Freiheit/Gesundheit der Frau und Mutter oder des Kindes stattfindet.

Es gilt, Feminismus neu zu denken und Müttern die gesellschaftliche Wertschätzung zurückzugeben, die ihnen gebührt.

Literatur:

  • Hans-Joachim Maaz: „Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“
  • Hans-Joachim Maaz: „Der Lilith-Komplex. Die dunkle Seite der Mütterlichkeit“
  • Sabine Mänken (Hg. u.a.): „Die verkaufte Mutter. 21 Erfahrungsberichte zur Freiheit der modernen Frau“
  • Marta Breen, Jenny Jordahl: „Rebellische Frauen - Women in Battle: 150 Jahre Kampf für Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit“ (ein toller Comic; schnell gelesen, witzig gezeichnet, geschichtlich informativ!)​