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am 20. Jänner

Neues von der Verbindungsbahn?

Alexander Groh - Am 20. Dezember informierte ÖBB-Projektleiter Ullrich die zuständigen Hietzinger BezirksrätInnen über den derzeitigen Planentwurf zum Ausbau der Verbindungsbahn

Neues von der Verbindungsbahn?


Am 20. Dezember informierte ÖBB-Projektleiter Ullrich die zuständigen Hietzinger BezirksrätInnen über den derzeitigen Planentwurf zum Ausbau der Verbindungsbahn:


  • Durch Untertunnelungen der Veitingergasse und Jagdschlossgasse Querungen für den Autoverkehr zu schaffen, sei aus verkehrstechnischer Sicht nicht durchführbar, weil die Tunnelenden erst bei den nächsten oder sogar übernächsten Quergassen liegen würden.
  • Nur die Versorgungsheimstraße könnte unterführt werden: Mittels einer S-förmigen Tunnelkurve, die entlang der Waldvogelstraße geführt wird.
  • Architektonische Entwürfe für die S-Bahn-Stationen sind in Ausarbeitung.
  • Die teilweise Höherlegung der S-Bahn-Trasse auf Stelzen wird geprüft.
  • Die Tieferlegung der S-Bahn-Trasse wäre zwar technisch möglich, würde aber auch eine Tieferlegung der Westeinfahrt unter das Niveau des Hietzinger Kais für den Autoverkehr erfordern. Zusätzlich würde
    die Weiterführung der Trasse in südlicher Richtung auch hier eine Tieferlegung notwendig machen, welche den derzeitigen Budgetrahmen extrem übersteigen würde.
  • Die inakzeptable Bushaltestellenlösung auf der Stranzenbergbrücke wird nochmals überprüft. Hoffentlich wird es einen verkehrstechnisch besseren Entwurf geben.
  • Dem Vorschlag, die S-Bahn-Trasse mit allen Schranken zu lassen und nur zweispurig auszubauen, könne angeblich nicht entsprochen werden, da die ÖBB Schrankenkreuzungen zu vermeiden habe. Das scheint aber ein wenig stichhaltiges Argument zu sein. Hier sollten sich die ÖBB
    bewegen, die Bahnübergänge beibehalten und sich mit der Zweispurigkeit begnügen.

So wie es ausschaut, sehen die ÖBB die Höherlegung als einzige kostenvernünftige und technisch rasch umsetzbare Lösung an.


Wir Hietzinger Grünen sind der Meinung, dass der zweispurige Ausbau der Brücken über den Wienfluss genügen würde, damit der S-Bahn-Takt in der Stoßzeit auf 15 Minuten verkürzt werden könnte. So würden alle Bahnquerungen erhalten bleiben, die Belästigung durch jahrelange Baustellen fiele weg (bzw. würde sich auf das weitgehend unbewohnte Gebiet um den Hietzinger Kai beschränken), außerdem wäre es die mit Abstand billigste Lösung.

Alexander Groh