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am 25. April

Park­raum­be­wirt­schaf­tung vermindert Feinstaub

Lore Brandl-Berger - Feinstaub dringt beim Atmen in uns ein und kann im Körper einiges anrichten.

Man sieht ihn nicht, den Feinstaub, denn mit einer Partikelgröße von 0.01 mm oder 10 Mikrometer liegt er außerhalb unserer Wahrnehmungsgrenze. Trotzdem dringt er beim Atmen in uns ein und kann im Körper einiges anrichten: Entzündungen der Atemwege, Thrombosen, Lungenkrebs.
Verursacht wird er durch Verkehr (nicht nur durch Abgase des Verbrennungsmotors, sondern auch durch Bremsenabrieb), Industrie,
Hausbrand, Landwirtschaft, durch die Natur selbst und weitere Faktoren. In Österreich sterben durch ihn ca 5.600 Menschen pro Jahr
vorzeitig. Es ist also naheliegend, dass wir uns anstrengen müssen, um den Feinstaub zu verringern. In der Verantwortung sind wir alle,
und wenn „viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ (Afrikanisches Sprichwort) Natürlich sind diese kleinen Leute, die sich in ihrem kleinen Bereich um Umweltschutz bemühen, enttäuscht und verärgert, wenn die Wirtschaft im Verein mit der Politik die dritte Flughafenpiste in Schwechat erzwingt.

Der Flugverkehr erzeugt einen wegen seiner geringen Partikelgröße besonders gefährlichen Feinstaub, der obendrein noch krebserregende Substanzen enthält. Aber für die Verantwortlichen zählt einzig und allein der wachsende Umsatz, dem gegenüber die Klimaschutzvereinbarungen zu Worthülsen ohne verpflichtenden Inhalt verkommen.

Also, nichts mehr tun, wenn ohnehin schon alles den Bach runtergeht und die Politik uns zeigt, dass es ihr beim Umweltschutz nur noch um schöne Worte und nicht mehr um die
Sache selbst geht? Wollen wir hoffen, dass auch die „großen“ Leute noch rechtzeitig verstehen, dass wir umdenken und neue
Prioritäten setzen müssen! Manche von den „kleinen“ Leuten bemühen sich, weniger Auto zu fahren, die Öffis zu benützen, weniger per Flugzeug auf Reisen zu gehen und bei kommunalpolitischen Entscheidungen für den Umweltschutz einzutreten, zum Beispiel bei
Parkpickerl - Befragungen. Im 13. Bezirk waren die BefürworterInnen der Parkraumbewirtschaftung zwei Mal zu wenige, um den HietzingerInnen weniger einpendelnde Autos, weniger Feinstaub, bessere Luft, weniger Lärm und mehr Platz zu verschaffen. Schade!


Lore Brandl-Berger