Rot-Pink blockiert Ortsbildschutz in Speising

Bei der Sitzung des Wiener Gemeinderats am 19. Mai 2026 lehnten SPÖ und NEOS einen Antrag der GRÜNEN ab, der eine Ausweitung der Ortsbild-Schutzzone in Speising verlangte.

Im Zuge der Widmung der Umgebung der Verbindungsbahn-Strecke in Lainz und Speising (Plandokument Nr. 8381), die u.a. die begleitende Rad- und Fußverbindung sicherstellen soll, wurden auch mehrere Gebäude in eine Ortsbild-Schutzzone aufgenommen, etwa im Bereich der Fasangartengasse, der Hofwiesengasse und dem Fürthweg.

Doch es fehlen auch einige schützenswerte Objekte, vor allem jene in der Speisinger Straße 5 bis 9.

Bereits 2021 und 2025 forderten wir die Widmung einer Schutzzone in Speising, siehe hier.

Die genannten Objekte wurden zwischen 1849 und 1859 errichtet, und die für das Ortsbild zuständige Magistratsabteilung 19 empfahl in ihrem Bericht wegen der städtebaulichen Bedeutung und der Ensemble-Wirkung dezidiert die Aufnahme in die Schutzzone. Auch die Bezirksvertretung Hietzing forderte dies einstimmig in ihrer Stellungnahme. Doch ein diesbezüglicher Antrag im Gemeinderat scheiterte am „Njet“ von SPÖ und NEOS.

Chance vergeben

Da der Ortskern Speising der einzige im 13. Bezirk ist, der noch keine Schutzzonen-Widmung aufweist, wurde mit dieser Ablehnung eine Chance vergeben, dies anzugehen.

Leider ist es nicht das erste Mal, dass Rot-Pink im Gemeinderat Anliegen des Bezirks, sogar einstimmig beschlossene, niederstimmt – schon bei den Widmungen Roter Berg/Trazerberg (2021, keine einzige der Bezirks-Forderungen wurde übernommen) und Fleschgasse (2025, Aufstockung der BUWOG-Anlage) war dies der Fall, oder bei der Ablehnung aller Anträge der Opposition im Gemeinderat zum Schutz des Naturdenkmals Napoleonwald.

Bezirksrat Gerhard Jordan berichtet über die vertane Chance.